Sie sägten das Dach auf

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Clair-obscur Saxophonquartett in Ditzum

Das Clair-obscur Saxophonquartett macht sich auf den Weg zur Kirche, Foto: Karlheinz Krämer
Das Clair-obscur Saxophonquartett macht sich auf den Weg zur Kirche, Foto: Karlheinz Krämer

Keine Ahnung, wie der Informationsfluss im ostfriesischen Funkloch erfolgreich vonstatten geht, aber in kürzester Zeit hatte sich offenbar herumgesprochen, was man verpassen würde, wenn man keine Karten für Ditzum sein eigen nennt, weshalb das Gezeitenkonzert des Berliner Clair-obscur Saxophonquartett am 26. Juli um 17:00 Uhr in der Kirche für meine Begriffe unfassbar schnell ausverkauft gemeldet wurde.

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Becker-Faust und stehende Ovationen in Backemoor

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Nicola Jürgensen, Florian Uhlig und Felix Klieser, Foto: Karlheinz Krämer
Nicola Jürgensen, Florian Uhlig und Felix Klieser, Foto: Karlheinz Krämer

Backemoor. „Neue Bahnen“ in alten Gemäuern: Die Backemoorer Kirche St. Vincenz und St. Laurentius stammt aus dem 13. Jahrhundert. Früher trafen sich hier die „Sechzehner“, die Richter aus dem Overledinger Land, zur Beratung. Am Samstag (18. Juli) kamen in der Kirche vier Musiker zusammen, die so noch nicht gemeinsam aufgetreten sind. Die Klarinettistin Nicola Jürgensen, der Hornist Felix Klieser, der Violinist Ingolf Turban und der Pianist Florian Uhlig stellten sich dieser Herausforderung und zeigten ihre Virtuosität. Die Vier spielten im Rahmen der Gezeitenkonzerte in Backemoor. Sie alle sind ausgezeichnete Musiker: Felix Klieser erhielt 2014 den ECHO als bester Nachwuchskünstler, Nicola Jürgensen schon 2002 den „Förderpreis Deutschlandfunk“ und sind international erfolgreich. Der Violinist Ingolf Turban gilt als einer der fachkundigsten Interpreten Paganinis. Bei den Gezeitenkonzerten begeisterte er bereits 2013 mit seinem beeindruckenden Auftritt in der Großen Kirche in Leer. Turban ist Professor für Musik an der Hochschule in München. Ebenfalls weltweit gefragt ist Florian Uhlig. Er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Dresden und gibt Meisterkurse in Deutschland, Großbritannien, Kanada, Hong Kong, Südkorea, China und in der Schweiz. →Weiterlesen… “Becker-Faust und stehende Ovationen in Backemoor”

Sokolov in Leer

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Sokolov in Leer.

Grigory Sokolov beim Gezeitenkonzert in Leer, Foto: Karlheinz Krämer
Grigory Sokolov beim Gezeitenkonzert in Leer, Foto: Karlheinz Krämer

Machen Sie ruhig eine Pause. Gehen Sie durchs Haus, schlagen die Lokalzeitung auf, trinken Sie einen Tee und lassen diesen Satz noch einmal nachwirken.

Sokolov in Leer. Darauf haben wir seit zwei Jahren gewartet. Damals kündigte Matthias Kirschnereit diese haarsträubende Idee an, einen der besten Pianisten der Welt zu den Gezeitenkonzerten einzuladen. Im letzten Jahr kamen Termine dazwischen, jetzt hat es endlich geklappt.

Sokolov in Leer. Das heißt: ausverkauftes Theater an der Blinke mit 735 Gästen. Wer an diesem Freitag an großer Kunst und klassischer Musik interessiert ist, hat in Leer zu sein. Alles andere ist Blasphemie und nicht ernst zu nehmen. →Weiterlesen… “Sokolov in Leer”

Neue Bahnen in Timmel

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Matthias Kirschnereit machte den Auftakt beim Gezeitenkonzert in Timmel, Foto: Karlheinz Krämer
Matthias Kirschnereit machte den Auftakt beim Gezeitenkonzert in Timmel, Foto: Karlheinz Krämer

Am Freitag fand in der Kirche Timmel das zweite Konzert des Festivals „Neue Bahnen“ in den Gezeitenkonzerten statt. Mehr als die Hälfte aller Veranstaltungen sind nun schon vorbei! Und wie immer ausverkauft! Das Wetter war endlich mal wieder etwas wärmer, was man auch gleich an der Kleidung erkennen konnte: viel mehr Frauen trugen Röcke und Kleider.

 

Gleich als Erstes ging der Landschaftspräsident Rico Mecklenburg auf das Motto ein, welches Matthias Kirschnereit dann noch weiter erläuterte: der Komponist Johannes Brahms und seine „Neuen Bahnen“ in der Musik, die er laut Schumann einschlug. →Weiterlesen… “Neue Bahnen in Timmel”

Leben und Wirken von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

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Ein leidenschaftlicher Fan von Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Werken: Ulf Brenken, Foto: Karlheinz Krämer
Ein leidenschaftlicher Fan von Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Werken: Ulf Brenken, Foto: Karlheinz Krämer

Zugegeben, wir wussten auch nicht so ganz genau, was uns bei dem Titel „Tschaikowskys 175. Geburtstag. Ein CD-Festival mit Ulf Brenken“ erwartet, vor allem, weil uns vom Team der Gezeitenkonzerte klar war, dass Ulf so etwas bislang noch nie gemacht hatte. Bekannt ist er als Autor der Texte für die Programmhefte, so manchen Blogbeitrag und als Ko-Moderator der Langen Nächte.

 

Nun stand also am Sonntagnachmittag Tschaikowsky auf dem Programm. Wir waren alle ein wenig angeschlagen von zwei wirklich Langen Nächten in Folge, die aber wiederum beide sehr beseelend waren. Etwa vierzig Personen, viele davon hatten wir schon mehrfach bei den Gezeitenkonzerten begrüßen dürfen, hatten sich im Landschaftsforum eingefunden. Landschaftspräsident Rico Mecklenburg begrüßte kurz und schloss mit einem Tschaikowsky-Zitat: „Ich spielte einige Kompositionen von diesem schrecklichen Brahms. Was für ein unbegabter Bastard!“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite und den Bogen zu den „Neuen Bahnen“ gespannt. →Weiterlesen… “Leben und Wirken von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky”

Elf Spieler sollt ihr sein

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Wassily Gerassimez (Cello) und Hanni Liang (Klavier) - im Hintergrund: Elisabeth Brauß, die für die Kollegin spontan die Noten wendet; Foto: Karlheinz Krämer
Wassily Gerassimez (Cello) und Hanni Liang (Klavier) – im Hintergrund: Elisabeth Brauß, die für die Kollegin spontan die Noten wendet; Foto: Karlheinz Krämer

Ein halbe Note besteht aus zwei Viertelnoten. Zwei Herzschlägen. Seit dem durchschlagenden Erfolg der ersten Langen Nacht der Gipfelstürmer schlägt auch dieses Format zweimal aufeinander in Aurich die Saiten an. Teilte man sich letztes Jahr noch die Konzertorte auf (Hotel am Schloss und Ostfriesische Landschaft), war man jetzt nur in die Landschaft gegangen. Zweimal ausverkauftes Haus am Freitag und Sonnabend. Für das Team sicherlich eine entspanntere Situation, muss man doch nur einmal auf- und abbauen.

Das Konzept ist schnell erzählt. Zwei Handvoll junge, hochmotivierte, und ebenso talentierte Musiker kommen als Gipfelstürmer zu den Gezeitenkonzerten und spielen in unterschiedlichen Konstellationen ein Wandelkonzert. Publikum und Künstler wechseln die Räume und sind die ersten beiden Teile noch ein klassisches Pflichtprogramm, entscheiden die Musiker im dritten Teil spontan, wer die Bühne betritt. →Weiterlesen… “Elf Spieler sollt ihr sein”

vision string quartet: “Bitte kommt bald wieder!”

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Das vision string quartet beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer
Das vision string quartet beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer

180 Plätze und mehr: Auch gestern war das Konzert wieder restlos ausverkauft. Selbst der offene Nebenraum im Alten Kurhaus Dangast wurde geöffnet, um weiteres Publikum unterzubringen. Und das hat sich gelohnt: Das „vision string quartet“ rockte auch dieses Jahr wieder die Bühne. Nur nicht bei der „Langen Nacht der Gipfelstürmer“ wie letztes Jahr, sondern im Kurort Dangast am Jadebusen, dem alljährlichen Shooting-Ort fürs nächste Titelblatt der Gezeitenkonzerte. Dieses Mal durften sich die vier Männer in Position stellen. Die Fotos dafür waren schnell im Kasten, trotz erschwerter Umstände durch das unglaublich stürmische Wetter, durch das sich die Musiker kämpfen mussten. Andererseits machte das natürlich auch die Fotos wesentlich interessanter. Man darf also schon auf das Titelfoto im nächsten Jahr gespannt sein! →Weiterlesen… “vision string quartet: “Bitte kommt bald wieder!””

Maria João Pires kommt!

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Photo 4 Credit Felix Broede Deutsche GrammophonNachdem sie zu Beginn des Festivals ihren Auftritt bei den Gezeitenkonzerten aus Krankheitsgründen absagen musste, hat sie gleich signalisiert, dass sie den Termin möglichst noch während des Festivals nachholen möchte. Nun steht fest, dass die großartige Pianistin Maria João Pires gemeinsam mit Gipfelstürmerin Lilit Grigoryan am 4. August 2015 um 20:00 Uhr in der Neuen Kirche Emden ihr Gezeitenkonzert nachholen wird. →Weiterlesen… “Maria João Pires kommt!”

Das singende Cello in Wittmund

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Daniel Müller-Schott und Matthias Kirschnereit in der Nicolaikirche Wittmund

Warten auf den Einlass zum Gezeitenkonzert vor der Kirche Wittmund, Foto: Karlheinz Krämer
Warten auf den Einlass zum Gezeitenkonzert vor der Kirche Wittmund, Foto: Karlheinz Krämer

Man kommt sich zwar ein wenig blöd vor, wenn man von seinen eigenen Konzerten nur schwärmen kann, aber was soll ich sagen? Auch der Duo-Abend von Daniel Müller-Schott und Matthias Kirschnereit war nun einmal ein grandioses Erlebnis. Entgegen anders lautenden Gerüchten, kennen die beiden einander noch gar nicht so lange. Erst im vergangenen Jahr haben sie sich bei einem gemeinsamen Konzert kennengelernt.

In der Kirche zu Wittmund stand bei diesem Gezeitenkonzert zuerst Robert Schumanns Adagio und Allegro für Violoncello und Klavier in As-Dur op. 70 auf dem Programm. Ein kurzes Stück, nur neun Minuten lang, aber das hatte es schon gleich in sich. Nach den ersten Takten war man sofort in der Musik abgetaucht. Langsam, mit innigem Ausdruck begann das Cello zu singen, das Klavier später einsetzend blieb dezent im Hintergrund. →Weiterlesen… “Das singende Cello in Wittmund”

„Beim Komponieren kommt nie etwas Schlechtes raus“

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Ein Tag im Musikdorf Groothusen

Gleich geht's los mit dem Musikdorf in Groothusen, Foto: Karlheinz Krämer
Gleich geht’s los mit dem Musikdorf in Groothusen, Foto: Karlheinz Krämer

Der traditionelle „Familientag“ der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft wurde in diesem Jahr neu erfunden. Durch die Zusammenarbeit mit TONALi, einem Veranstalter, der in Hamburg regelmäßig Wettbewerbe für Klavier, Violine und Violoncello ausrichtet und sich nun erstmals aufs Land hinauswagt, wird der Musikalltag zum Erlebnis. Denn es gilt, mehrere Stationen abzuarbeiten – vom Komponisten, den ausübenden Musiker, den Musikverlag, die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Probe und Konzert. →Weiterlesen… “„Beim Komponieren kommt nie etwas Schlechtes raus“”

Carolin Widmann in Carolinensiel

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Neue Horizonte in der Deichkirche

Konzentration bis zum Anschlag: Carolin Widmann in der Deichkirche Carolinensiel
Konzentration bis zum Anschlag: Carolin Widmann in der Deichkirche Carolinensiel

Es gibt Konzerte, die öffnen neue Horizonte: Das Gezeitenkonzert mit Carolin Widmann und Matthias Kirschnereit am Sonntagnachmittag in der kleinen, aber sehr feinen Deichkirche zu Carolinensiel war so eins. Trotz nummerierter Plätze saßen alle 120 Gäste schon um fünf vor fünf auf ihren Plätzen. Dieses Auditorium ist für Künstler, die auf der ganzen Welt spielen, eine völlig neue Größenordnung und sehr inspirierend.

Carolin Widmann hatte das Glück, bereits am Vortag anreisen und sich tatsächlich ein wenig in Ostfriesland akklimatisieren zu können. So erklomm sie die Bühne und drückte zu allererst einmal aus, dass es ihr ein besonderes Vergnügen sei, mit diesem Vornamen an diesem Ort spielen zu dürfen. Sie habe seit der Uraufführung im März das für sie geschriebene Stück „In vivo“ von Pascal Dusapin erst ganze drei Mal gespielt, zuletzt zu Beginn der Woche in Chicago in den USA. →Weiterlesen… “Carolin Widmann in Carolinensiel”

Was für ein Konzert

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Dramatische Vorgeschichte

Endlich angekommen: Anna Vinnitskaya beim Einspielen, Foto: Karlheinz Krämer
Endlich angekommen: Anna Vinnitskaya beim Einspielen, Foto: Karlheinz Krämer

Am Samstag sollte ja nun kurzfristig die 32-jährige Pianistin Anna Vinnitskaya für die erkrankte Maria João Pires einspringen. Alles war vorbereitet, der NDR baute ab mittags in der Neuen Kirche auf. Morgens war klar, Anna kommt mit ihrem Mann mit dem Auto aus Hamburg. Nachmittags erreichte uns ein Anruf: Das Auto hatte eine Panne und konnte mit der defekten Lichtmaschine nicht weiterfahren. →Weiterlesen… “Was für ein Konzert”

Die schöne Müllerin in Völlen

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Das Gezeitenkonzert Nr. 4 in der Kirche zu Völlen mit Schuberts “Die schöne Müllerin”

Verena Metzger und Matthias Winckhler, Foto: Karlheinz Krämer
Verena Metzger und Matthias Winckhler, Foto: Karlheinz Krämer

Verena Metzger und Matthias Winckhler haben wir bei der Langen Nacht der Gipfelstürmer im Hotel am Schloss im Rahmen der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft im letzten Jahr erstmalig erleben dürfen. Da haben sie so viel Eindruck hinterlassen, dass nicht nur von unserem Programmheft-Autor Ulf Brenken, sondern auch von weiteren Gästen aus dem Publikum angeregt wurde, dass die beiden doch ein ganzes Gipfelstürmer-Konzert mit Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ bekommen sollen. →Weiterlesen… “Die schöne Müllerin in Völlen”

Gezeiten-TV spitzelt im VW Werk Emden

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Am vergangenen Sonntag durften die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft erneut im Volkswagen Werk Emden zu Gast sein. “Very British” kam das Programm der Nordwestdeutschen Philharmonie zusammen mit Julia Bauer (Sopran) und Anne Heinemann (Trompete) unter der Leitung von Frank Beermann, der gleichzeitig durch den Nachmittag moderierte, daher. Bevor die Gezeiten-Classixx allerdings starten konnten, musste die freigeräumte Halle, der so genannte Routenzug-Bahnhof im LOC (Logistik Zentrum), zum Konzertsaal umfunktioniert werden. Unser Festivalfotograf Karlheinz Krämer hat die Aufbauarbeiten bis zum Konzert für Gezeiten-TV filmisch begleitet.

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Kurzentschlossen

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Anna Vinnitskaya, Foto: Gela Megredlidze
Anna Vinnitskaya, Foto: Gela Megredlidze

Es gibt Nachrichten, die möchte man eigentlich gar nicht bekommen. So erreichte uns die Information, dass Maria João Pires leider aus gesundheitlichen Gründen das Gezeitenkonzert in der Neuen Kirche in Emden am Samstag und das Konzert beim Klavier-Festival Ruhr am Folgetag nicht spielen kann. Zu dem Zeitpunkt waren wir gerade mit dem Einlass für den Liederabend mit Matthias Winckhler und Verena Metzger in Völlen beschäftigt und konnten sie dementsprechend nur zur Kenntnis nehmen.

Glücklicherweise hat sich Matthias Kirschnereit als künstlerischer Leiter gleich ans Telefon gesetzt und sich um Ersatz bemüht. Gestern Mittag um 12:00 Uhr war es dann soweit. Anna Vinnitskaya, eine hervorragende Pianistin, die sowohl mit dem ECHO Klassik als auch zweimal mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde, spielt gemeinsam mit Lilit Grigoryan. →Weiterlesen… “Kurzentschlossen”

Konzert oder Catering?!

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Blick ins Publikum, Foto: Karlheinz Krämer
Blick ins Publikum, Foto: Karlheinz Krämer

Very British“ kam das dritte Gezeitenkonzert am Sonntag im Volkswagen Werk Emden daher. Ein Konzert in einer Industriehalle ist immer etwas Besonderes, da so eine Halle schließlich nicht für diesen Zweck gebaut worden ist. So bleibt es bis zu den ersten Takten spannend, ob die Akustik passt und an alles gedacht wurde. In diesem Jahr durften wir zum zweiten Mal im VW-Werk zu Gast sein. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr mit Tine Thing Helseth und dem Ensemble Allegria im Presswerk wussten wir, dass wir eine andere Halle wählen sollten, wenn wir den Konzertgenuss in den Vordergrund stellen wollen. So also ging es am Sonntag – ein weitaus besser geeigneter Tag für ein Konzert im Werk als der Freitag, da dann erst ab 22:00 Uhr gearbeitet wird – in den Routenzug-Bahnhof im LOC. Ab früh morgens wurde dort die Bühne aufgebaut, die Stühle gestellt, die Instrumente geliefert und nachmittags, als alles fertig war, kamen die Musikerinnen und Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie. Ab 16:00 Uhr gab es eine kurze Probe. Zum gleichen Zeitpunkt durften die wartenden Gäste aufs Gelände. Eigentlich durften sie nur deshalb so früh schon das Tor passieren, damit sie das extra aufgebaute Catering nutzen können, doch alle stellten sich brav in die Schlange vorm Eingang. Da wir uns erst nach Beginn des Vorverkaufs auf den Routenzug-Bahnhof als Veranstaltungsort einigen konnten, haben wir beschlossen, zwar Karten in drei Kategorien, aber ohne Sitzplatznummerierung zu verkaufen, um flexibel zu bleiben. Wir haben auf die Mannschaft von VW vertraut, dass alles gut wird – und so war es dann auch.

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Wir bedanken uns bei unseren Festivalförderern