Kirchpfad 1, 26553 Dornum-Nesse
35 € | 25 € | 20 €
6 € (ermäßigt*)
Streifzug: 5 €
Die St. Marienkirche im idyllischen Örtchen Nesse stammt aus dem 12. Jahrhundert und bietet einen wunderbaren Rahmen für intime Kammermusik. Sie passt also perfekt für das Duo, das aus Tschechien zu den Gezeitenkonzerten kommt. Petr Nouzovský und Kateřina Englichová spielen nämlich in einer besonders aparten und gewiss nicht alltäglichen Besetzung: Cello und Harfe.
Musikalisch starten die beiden mit Barockmusik von Bach und Vivaldi in den Abend. Danach geht es dann ins 19. Jahrhundert und mit Werken von Bedřich Smetana und Antonín Dvořák in die Heimat der beiden Musiker. Wie mag wohl die berühmte „Moldau“ solistisch auf der Harfe klingen? Nach dem fast ebenso bekannten „Kol Nidrei“ von Max Bruch und einer Konzert-Etüde des in Lüttich geborenen Harfenisten Alphonse Hasselmans, Professor für Harfe in Paris, geht es schließlich weiter ins 20. Jahrhundert. Arvo Pärts „Fratres“ kann als Welterfolg der Neuen Musik gelten – ein Titel, den man nicht vielen modernen Werken zugestehen kann. Pärt hatte sich in den 60er und 70er Jahren mit sehr alter Musik, mit dem Gregorianischen Choral, der Schule von Notre Dame und der klassischen Vokalpolyphonie auseinandergesetzt und daraus seinen ganz persönlichen Stil entwickelt, den er selbst mit dem Begriff „Tintinabuli“ (Glöckchen) beschrieb. Mario Castelnuovo-Tedescos Sonate für Cello und Harfe op. 208, in den USA als ein Spätwerk von 1967 entstanden, gehört zu den ganz wenigen Originalwerken für diese Besetzung.
Freuen Sie sich auf einen Abend voller klanglicher Begegnungen, wenn in der intimen Atmosphäre von St. Marien Barock auf Moderne trifft und musikalische Entdeckungen sich mit vertrauten Werken in neuem Klanggewand abwechseln.
Programm
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Sonate e-Moll für Violoncello und Harfe RV40
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite Nr. 3 C-Dur für Violoncello solo BWV 1009
Bedřich Smetana (1824-1884)
Die Moldau (arr. für Harfe von Hanuš Trneček)
Antonín Dvořák (1841-1904)
Waldesruh’ für Violoncello und Harfe op. 68/5
Slawischer Tanz Nr. 8 g-Moll für Violoncello und Harfe op. 46/8
Max Bruch (1838-1920)
Kol Nidrei für Violoncello und Harfe op. 47
Alphonse Hasselmans (1845-1912)
La Source für Harfe op. 44
Arvo Pärt (*1935)
Fratres für Violoncello und Harfe
Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968)
Sonate für Violoncello und Harfe
Petr Nouzovský (Violoncello)
Kateřina Englichová (Harfe)
Streifzug vor Ort
Steinhausspaziergang
Als Häuptlingssitz im 14. oder 15. Jh. erbaut, wurde das denkmalgeschützte Steinhaus von den jetzigen Eigentümern liebevoll restauriert und dient nun als privates Wohnhaus. Auch der Garten ist nach historischem Vorbild neu angelegt worden. Erleben Sie bei einem Rundgang mit den Bewohnern durch den Steinhaus-Garten die Geschichte und Architektur des Hauses und der umliegenden historischen Gebäude.
Steinhaus Nesse