Brückstraße 110, 26725 Emden
45 € | 35 € | 25 €
20 € (sichtbehindert)
6 € (ermäßigt*)
Der zweite Teil des Schwerpunkts „Mozart 360°“ steht unter dem Motto „Vom Dunkel zum Licht“ und lässt auf zwei Werke in düsterem d-Moll das späte Klarinettenquintett in A-Dur folgen. Matthias Kirschnereit hat sich dazu Mitglieder der Gezeiten-Familie eingeladen: den Klarinettisten Norbert Kaiser und das Minguet Quartett.
Constanze Mozart soll ihrem zweiten Ehemann Nikolaus von Nissen über das Streichquartett d-Moll KV 421 berichtet haben, Mozart habe es geschrieben, während sie mit ihrem ersten Kind schwanger war, ja sogar während der Geburt des Knaben Raimund Leopold. Das Werk ist Joseph Haydn gewidmet, Mozarts wichtigem Vorbild. Mozarts Fantasie d-Moll KV 397 ist ein Fragment, Mozart hat sie entweder nicht vollendet oder der Schluss ging verloren. Es gibt Überlegungen, denen zufolge die Fantasie eine Einleitung für ein anderes Stück sein sollte, möglicherweise für eine Fuge, doch das ist einigermaßen spekulativ. Nicht bekannt ist, wer die Fantasie mit zehn hinzugefügten Takten in eine spielbare Form brachte. In Betracht kommen entweder Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr, ein Leipziger Thomaskantor namens August Eberhard Müller oder Mozarts Freund, der Klarinettist Anton Stadler, für den auch das Quintett A-Dur KV 581 entstand, sozusagen die kammermusikalische Schwester seines Klarinettenkonzerts. Es gilt als erstes Klarinettenquintett der Musikgeschichte und als eines der besten Kammermusikwerke Mozarts. Auffällig ist die innige, zuweilen melancholische, mitunter geradezu verklärte Wirkung der Musik, die irgendwie sanft zu leuchten scheint.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Fantasie d-Moll KV 397
Quartett d-Moll für zwei Violinen, Viola und Violoncello KV 421
Quintett A-Dur für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello KV 581
Norbert Kaiser (Klarinette)
Matthias Kirschnereit (Klavier)
Minguet Quartett
Ulrich Isfort (Violine)
Annette Reisinger (Violine)
Aida-Carmen Soanea (Viola)
Matthias Diener (Violoncello)