Die diesjährigen Heroes of Tomorrow: Das Ensemble Allegria

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Ensemble Allegria, Foto: Magnus Skrede
Ensemble Allegria, Foto: Magnus Skrede

Im Herbst hatte ich das Ensemble Allegria bereits im Gezeitenblog als neue Heroes of Tomorrow (HoT) des norwegischen Mutterkonzerns unseres Hauptförderers Statoil vorgestellt und schon einmal damit geliebäugelt, sie bei den Gezeitenkonzerten live zu erleben. In der letzten Woche kam die frohe Kunde aus Emden, dass sich diese Wunschvorstellung tatsächlich in die Tat umsetzen lässt. Gehofft hatten wir auf ein Gezeitenkonzert mit norwegischer Beteiligung aufgrund der Größe des Ensembles; überrascht wurden wir von der Nachricht, dass sich ein Konzert ja kaum lohnen würde, blieben zumindest die Reisekosten bei zwei aufeinander folgenden schließlich gleich. Dementsprechend freuen wir uns sehr, dass Statoil es uns ermöglicht, dieses grandiose junge Kammerorchester gleich zweimal in Ostfriesland auftreten zu lassen.

Wann und wo?
Am 19. Juli werden die rund zwanzig jungen Musiker im Alter zwischen zwanzig und sechsundzwanzig Jahren in der Kirche zu Horsten bei Friedeburg und am 20. Juli in der Kirche Krummhörn-Pewsum auftreten. Beide Spielorte sind nicht besonders groß und weit genug voneinander entfernt, dass sie locker gefüllt werden dürften. Auch das Ensemble findet gerade mal so Platz auf der Bühne. Dementsprechend gilt mein Rat allen potenziellen Interessenten: Am 13. Mai beginnt der Vorverkauf für die Gezeitenkonzerte. Sichern Sie sich gleich die Eintrittskarten, und lassen Sie sich das Debüt vom Ensemble Allegria außerhalb Norwegens nicht entgehen.

Allegria kommt aus dem Italienischen und steht für eine festliche Atmosphäre und Freude. Genau diese Freude war es, die eine Gruppe junger Musikstudenten im Jahr 2007 dazu bewog, das Kammerorchester Allegria zu gründen. Konzertmeisterin und künstlerische Leiterin des Ensembles ist Maria Angelika Carlsen.

Mir macht es sehr viel Spaß mit meiner Ansprechpartnerin, der Violinistin Maria Eikefet, zu kommunizieren. Sie hat mir versichert, dass sie und ihre KollegInnen sich sehr auf Ostfriesland freuen, waren es doch genau diese Auftritte außerhalb Norwegens, die sie sich erhofften, als sie den Preis von Statoil entgegengenommen haben. Sie war fast ein wenig traurig, dass sie an unserem ursprünglich angedachten Termin zum Abschlusskonzert nicht kommen konnten, da das Ensemble zu diesem Zeitpunkt bei einem wichtigen norwegischen Festival auftritt. Übrigens arbeiten sie gerade an einer englischen Version ihrer Homepage – für alle die, die des Norwegischen nicht kundig sind.

 

Vilde Frang und Michail Lifits beim Auftakt der Gezeitenkonzerte; Foto: Karlheinz Krämer
Vilde Frang und Michail Lifits beim Auftakt der Gezeitenkonzerte; Foto: Karlheinz Krämer

Matthias Kirschnereit ist ebenfalls sehr glücklich, dass es geklappt hat und freut sich auf das abwechslungsreiche Programm. Gespielt werden an beiden Abenden u. a. Werke von Felix Mendelssohn (Sinfonie für Streicher Nr. 10 oder 13), Dmitri Schostakowitschs Kammersinfonie und als Schlusspunkt Robert Schumanns Abendlied. Noch besteht Hoffnung, dass ein weiterer Solist aus dem HoT-Programm dazu kommt. Im Gespräch sind zurzeit Vilde Frang und Eldbjørg Hemsing, die sich dann solistisch hervortun dürften. Beide spielen ebenso wie die Trompeterin Tine Thing Helseth und Pianist Christian Ihle Hadland regelmäßig mit dem jungen Kammerorchester zusammen. Aufgrund des geringen Platzes auf der Bühne kommt eine Mitwirkung von Christian leider nicht in Frage, was ich persönlich sehr bedauere, da ich nach dessen beiden Auftritten in Ostfriesland ein großer Fan von ihm geworden bin.

Leif Ove Andsnes sagte im November als Juryvorsitzender bei der Preisverleihung: „Das Ensemble Allegria strahlt eine ungeheure Musikalität aus und schafft gemeinsam ein Ensemblespiel mit Feingefühl und großer Intensität.“ Gerne lassen wir uns davon überzeugen!

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