Der „Paganini“- und „Hexenmeister der Blockflöte“ und „The world’s leading recorder player“ – das sind nur einige der Beschreibungen, die man über Maurice Steger zu lesen bekommt. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden bedarf es aber nicht nur einer erstaunenswerten Technik sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderes Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger nun seit zwei Dekaden seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unaufhaltsamen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Musikkollegium Winterthur und der NDR Radiophilharmonie erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u. a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des „Tino Flautino“, um die Kleinsten zu einem spielerischen Zugang in die Welt der klassische Musik zu führen. Tino Flautinos neuestes Märchen mit seinem Kater Leo präsentiert Steger nun in deutscher, schweizerdeutscher als auch italienischer Sprache. Durch seinen eigenen nie gestillten Wissensdurst gelingt es ihm immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD „Souvenirs“ Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Sein letztes Album „Baroque Twitter“ mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuri Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Die nächste Einspielung mit La Cetra erscheint im Frühjahr ‘19 und empfindet Händels Opernvorstellungen und insbesondere deren Pausen in London nach.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in einer Doku gezeigt hat. Doch wenn man sieht mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.

www.mauricesteger.com

Die Konzerte mit Maurice Steger

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