Gordon Safari
Der Dirigent und Organist Gordon Safari stammt aus Braunschweig und lebt seit 2015 in Salzburg. Er studierte Dirigieren, Musiktheorie, Komposition und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Gordon Safari zeichnen ein breit gefächertes Repertoire sowie eine profunde Stil- und Werkkenntnis aus. Im Rahmen seiner dirigentischen Tätigkeit gilt sein besonderes Interesse der Wiederentdeckung von vergessenem oder unbekanntem Repertoire. Im Zuge dessen entstehen regelmäßig Erstabschriften, Rekonstruktionen unvollständig überlieferter Werke sowie Ersteinspielungen auf Tonträgern. Als Dirigent verfolgt er eine rege internationale Konzerttätigkeit und stand unter anderem am Pult des Symphonieorchesters Hannover, des Preußischen Kammerorchesters Potsdam und des Orchesters der Tiroler Festspiele Erl. Engagements führten ihn u. a. zur Mozartwoche Salzburg, zum Bachfest Leipzig, an die Volksoper Wien, zu den Internationalen Barocktagen Stift Melk, den Thüringer Bachwochen, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik u. a.
2015 gründete Gordon Safari das Ensemble BachWerkVokal Salzburg, das sich aus einem Instrumental- und einem Vokalensemble zusammensetzt und von der Kritik als eines der interessantesten neuen Ensembles im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis wahrgenommen wird. BachWerkVokal ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals und Konzertreihen. Die Aufnahmen Cantate Domino, Jesu meine Freude, Genug und Jauchzet & lobet fanden begeisterte Resonanz, und auch die kürzlich erschienene SACD con afecto mit Werken des katalanischen Barockkomponisten Francesc Valls erfreut sich bereits hervorragender Kritiken.
Zu Beginn seiner Tätigkeit in Salzburg begründete Gordon Safari 2014 die Cantorey Salzburg als einen symphonischen Chor, der sich aus etwa 100 Sänger:innen zusammensetzt und mit Konzertauftritten in Salzburg und mit Gastauftritten in Deutschland sehr präsent ist.
Einem ganz anderen Repertoire widmet sich Gordon Safari in der 2020 von ihm gemeinsam mit Konstantin Paul und Michael Hofer-Lenz gegründeten Kammeroper Salzburg, deren künstlerischer Schwerpunkt auf Werken des 20. und 21. Jahrhunderts liegt. Die Kammeroper experimentiert mit neuen Konzepten von Musiktheater und sucht über die Einbeziehung von Medien und Digitalität neue, zeitgemäße Ausdrucksformen. Jüngst brachte die Gruppe die Uraufführung Die Verwesung des Herrn Pfitzner heraus.
Als Organist und Kammermusiker verbindet Gordon Safari eine langjährige Zusammenarbeit mit der Cellistin Hannah Vinzens. Seit 2020 unterrichtet Gordon Safari an der Universität Mozarteum im Fachbereich Oratorium. Er wurde mit dem Niedersächsischen Kulturpreis sowie mit dem Kulturförderpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet.