Der aus Buenos Aires stammende Bandoneonist und Komponist Omar Massa wird von der internationalen Presse als „Nachfolger von Astor Piazzolla“ (Crescendo, Pizzicato) gefeiert und als der Künstler, der „den Tango Nuevo auf ein prestigeträchtiges ‚Tango Concertante‘­ Niveau gebracht [hat], ohne dabei dessen ursprünglichen Charakter zu verlieren.“ (Adrian Quanjer, HRAudio).

Die Saison 2025/2026 beginnt für Omar Massa mit einem Highlight: Er eröffnet gemeinsam mit dem MDR-Sinfonieorchester, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Mezzosopranistin Theodora Baka den MDR-Musiksommer in der Kulturhauptstadt Europas, Chemnitz. Anschließend führt ihn sein Weg zu einem besonderen Konzert beim Menuhin-Festival in Gstaad: Die Stabsübergabe an den neuen Intendanten, Daniel Hope. Im Herbst 2025 ist Omar Massa mit seinem Trio zu Gast bei der Saisoneröffnung der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg, deren künstlerischer Leiter Rolando Villazón ist. Weiterhin wird er in der Alten Oper Frankfurt, bei den Silvester-und Neujahrskonzerten der Jenaer Philharmonie, sowie im Mai 2026 bei seinem Debut in der Isarphilharmonie München zu erleben sein. Kammermusikalisch wird er mit Anastasia Kobekina und Julien Quentin im Tivoli Vredenburg und dem Boulanger Trio im Schumann-Saal Düsseldorf auftreten.

Seit einigen Jahren in Berlin wohnhaft, konzertiert Omar Massa in bedeutenden Konzertsälen wie dem Lincoln Center (New York), dem Concertgebouw (Amsterdam), der National Concert Hall (Dublin), dem Teatro Colón (Buenos Aires), dem Palacio de Bellas Artes (Mexico City), dem Teatro Nacional La Castellana (Bogotá), dem Konzerthaus Berlin, der Berliner Philhar­monie, der Elbphilharmonie Hamburg und bei Festivals wie dem George Enescu Festival (Bukarest), dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival. Im Frühjahr 2025 übernahm Omar Massa den szenischen Solopart in der gefeierten Produktion von Astor Piazzollas María de Buenos Aires an der Kölner Oper.

Als Solist trat Omar Massa mit Orchestern wie dem Gürzenich-Orchester Köln, den Berliner Symphonikern, dem Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, dem Rumänischen Natio­nalen Rundfunkorchester, der Moldawischen Philharmonie, dem Bieler Symphonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Brasov, dem Orquesta Filarmónica de Buenos Aires und vielen anderen in Amerika und Europa auf.

„Mit einem stets klaren, stupend virtuosen und natürlich wirkenden Bandoneonspiel, das in keinem Moment den Eindruck erweckt, es diene dem Selbstzweck“ (Das Orchester) ist es kein Wunder, dass er regelmäßig eingeladen wird, mit namhaften Künstler:innen wie Alondra de La Parra, Guy Braunstein, Fatma Said, Daniel Hope, Jonas Kaufmann, Ragnhild Hemsing, Pablo Ferrández, Anastasia Kobekina und Paquito D’Rivera zusammen zu arbeiteten. Massa wirkte auch mit an Aufnahmen für Labels wie Deutsche Grammophon und Sony Classical. Mit Plácido Domingo trat er 2011 vor einem Publikum von 120.000 Menschen in Buenos Aires auf.

Massas Kompositionen wurden in Sälen wie dem CBC Glenn Gould Studio in Toronto, im New Yorker Lincoln Center und in der Berliner Philharmonie aufgeführt. „[Es] gelingt … Massa scheinbar mühelos und natürlich wirkend, wesentliche Stilmittel des Tango Nuevo in seine eigene authentische Klangsprache zu integrieren und weiterzuentwickeln“, attestiert Das Or­chester, während Remy Franck (Pizzicato) es „besonders bemerkenswert“ findet, wie Massa „den Tango Nuevo konsequent weiterentwickelt. Die Musik wird bei ihm noch kräftiger, noch ausdrucksvoller zwischen Melancholie und Zorn, hin und wieder, wie in der Kageliana, auch moderner.“

Massas Einspielungen wurden mehrfach in den Kategorien „Komponist des Jahres“ und „In­strumentalist des Jahres“ für den OPUS KLASSIK, den Preis der deutschen Schallplattenkritik und die International Classical Music Awards nominiert. Seine CD Tribute to Piazzolla wurde 2014 für die Gardel Music Awards, Argentiniens wichtigsten Musikpreis, nominiert. Dank dieser Ein­spielung lud Piazzollas Familie Massa im darauffolgenden Jahr ein, 25 Jahre nach dem Tod des Meisters, auf dessen Bandoneon zu spielen. Bis heute ist Massa der einzige Musiker, dem diese Ehre zuteil wurde.

Omar Massa begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierunterricht. Zwei Jahre später gab er sein Debüt mit Musik von Astor Piazzolla im Café Tortoni, einem traditionsreichen Kaffeehaus in Buenos Aires, das für seine kulturellen Veranstaltungen bekannt ist. Im Alter von zwölf Jahren trat er in das Conservatorio Nacional de Música ein, wo er unter anderem Komposition studierte. Er nahm weiterhin Bandoneonunterricht bei Lehrern wie Rodolfo Mederos, Marcos Madrigal, Alejandro Barletta und Julio Pane, einem ehemaligen Mitglied des Sextetts von Astor Piazzolla.

Omar Massa gibt weltweit Meisterkurse für Bandoneon und zur Musik Piazzollas u.a. am Con­servatorio Nacional Superior de Música und an der Universidad Nacional Autónoma de México. Massas Auslandstourneen wurden vom argentinischen Außenministerium als „von kultureller und künstlerischer Bedeutung für das Land Argentinien“ eingestuft. In der Stadt, wo das Bandoneon erfunden wurde, wurde Omar Massa 2023 mit dem Krefelder Bandoneon-Preis ausgezeichnet.

Die Konzerte mit Omar Massa

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Hinweis:
Die Gezeitenkonzerte 2026 finden statt vom 13. Mai bis zum 12. Juli. Das Programm erscheint Mitte März.

Wir bedanken uns bei unseren Festivalförderern