Musik kommt aus der Stille, lebt durch Klang, kann verbinden – auch mit dem Universum. Der Radius ihrer Möglichkeiten ist unbegrenzt, ebenso die Wege, sich ihr zu nähern, ihre Wirkungen zu ergründen.

Wer dem Dirigenten Daniel Beyer bei der Probenarbeit oder im Gespräch begegnet, erlebt ihn als Suchenden: „Nicht Entweder – oder, sondern Entweder UND oder, lehrt die Beschäftigung mit Musik“, sagt er. Dass man als Musiker immer wieder von Neuem am Anfang einer Reise zum Gehalt, zur Aussage der Kompositionen steht, entspricht dem Wesen von Musik: „Sie verrät nie ihr letztes Geheimnis“ (Oscar Wilde).

Unvorhersehbar, janusköpfig, Höhen wie Tiefen beinhaltend, fordert die Musik den Ausführenden ganz. Ihre Sinnhaftigkeit, ihren Wert erlebbar zu machen, sieht Daniel Beyer als ein zentrales Anliegen seiner Tätigkeit mit den musikalischen Partnern, und im Dialog mit dem Publikum. „Werktreue“- so der Dirigent – lässt sich nur erzielen, wenn man bereit ist der Intention des Komponisten nachzuspüren, ihr grösstmögliche Hingabe widmet. „Die detaillierte Beschäftigung, das Immerwährende Neu-Lesen der Partitur sehe ich als die Grundlage, um erkennen zu können was ein Werk im Innern zusammenhält, was es vermitteln möchte. Die Tatsache, dass die Notation einer Partitur eigentlich eine Hyroglyphenschrift darstellt, eröffnet dem Interpreten endlose Fragen, das Ergebnis bleibt offen. Denn letztlich entzieht sich ein Konzert oder eine Opernaufführung der Fixierung, allein schon durch unterschiedlichste Wahrnehmungen des gemeinsam Erreichten und Erlebten“.

Daniel Beyer studierte Violine, Klavier und Dirigieren (Prof. Hermann Michael) an der Staatlichen Musikhochschule München, Anfänge und erste Erfolge als Dirigent sind eng mit seiner Wahlheimat verbunden. Dem Debüt mit den Münchner Symphonikern im Herkuless-Saal der Residenz folgten Einladungen des Staatstheaters am Gärtnerplatz (Eine Nacht in Venedig), des Münchner Rundfunkorchesters (Uraufführung „Prometeo“ von Peter Kiesewetter), ein umjubeltes Gala-Konzert mit dem Tenor-Star Peter Seiffert in der Münchner Philharmonie, sowie eine erstmalige Südamerika Tournee mit dem Bach-Collegium München.

Nachhaltig prägend erwies sich für ihn eine ebenso wichtige, wie überraschende Begegnung in München: Lorin Maazel bescheinigte Daniel Beyer „enormes dirigentisches Potential“, nachdem er ihn anlässlich einer Probe Teile des Brahms-Requiems mit Chor- und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks dirigieren liess.

www.danielbeyer.com

Die Konzerte mit Daniel Beyer

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